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Fortbildungsveranstaltung 2018

Unsere diesjährige Fortbildung hat am 24. November 2018 im Bildungszentrum Erkner stattgefunden.

Zum Thema: "Kommunikation und Verhandlungsführung für Schiedspersonen" hat unser Schiedsmann aus Schöneiche vielfältige Möglichkeiten aufgezeigt, die Bedeutung des eigenen Rollenbildes anhand von Rollenspielen zu erproben und zu reflektieren.

Fortbildung 2017

Am 25. November 2017 fand unsere diesjährige Fortbildungsveranstaltung statt.

Dr. Udo Harms, Vorsitzender der BzVgg FFO im BDS und Schiedsmann in Woltersdorf, sprach zum Thema „Beratungstätigkeit durch die Schiedsperson - eine verantwortungsvolle Aufgabe.“

Im Mittelpunkt standen die sogenannten Tür- und Angelfälle. Das sind Angelegenheiten, die ohne offizielle Eintragung und Protokollbuch erledigt werden - Probleme von Beratungssuchenden also, die sich in Gesprächen lösen lassen, ohne dass eine Schlichtungsverhandlung notwendig wird. B. Freese, langjähriger Redakteur der Schiedsamtszeitung, hatte schon 1997 auf die Bedeutsamkeit dieser Arbeit der Schiedspersonen hingewiesen.

Neben Auskünften zu Zuständigkeit, Ablauf und Kosten von Schlichtungsverfahren wollen Ratsuchende ihr Problem mit dem Nachbarn, wie z.B. Kinderlärm oder dessen Gartengestaltung, einfach nur loswerden. Hier hilft dann gut zuhören, beruhigen, Erklärungen finden und die Streitbefangenheit auflösen. Ratsuchende erwarten Hilfe, scheuen aber oft ein Verfahren. Empfehlungen, etwa dem Nachbarn einen Brief zu schreiben und mit Terminsetzung um die Behebung des Problems zu bitten, helfen da schon weiter.

Antworten zu Fragen: „Was ist mein Recht? Was darf der Nachbar eigentlich tun? Darf der Nachbar an der Grenze eine Garage bauen?“ etc. verlangen eine gewisse Rechtsberatung. Darf die Schiedsperson aber konkret mit dem Zitieren der zutreffenden Rechtsvorschriften reagieren? Hier gab es unter den Anwesenden eine angeregte Diskussion mit Zustimmung, Ablehnung und auch Befürchtungen zur Parteilichkeit. In dem bis 2007 geltenden Rechtsberatungsgesetz war Rechtsberatung nur zugelassenen, registrierten Personen erlaubt. Eingeschränkt war das auch für definierte Tätigkeiten möglich. Schiedsleute waren hier nicht genannt. Das nachfolgende Rechtsdienstleistungsgesetz berührt mit seinen Eingrenzungen die Tätigkeit von Schlichtungsstellen ausdrücklich nicht. Im Rahmen ihres Aufgaben- und Zuständigkeitsbereiches dürfen Schiedspersonen entsprechend agieren. Wobei das bloße Auffinden von rechtlicher Lektüre, die Wiedergabe und die rein schematische Anwendung von Rechtsnormen noch keine Rechtsdienstleistungen darstellen (nach K. Seidel). 

Wie geht die Schiedsperson mit Beratungssuchenden um? Was erwartet man von Schiedsleuten? Was müssen diese leisten? Die Antworten sind relativ simpel: Zuhören und Verstehen können, Einfühlungsvermögen zeigen (Empathie), Streitbefangenheit klären und ggf. lösen (lohnt es sich, zu diesem Problem zu streiten?). Die Beratungen haben somit auch präventiven Charakter: Sie können ein Ausufern von strittigen Problemen verhindern und auch Schlichtungsverfahren vermeiden. Eine Beratung muss nicht unbedingt zur Aufnahme eines Antrages für ein Schlichtungsverfahren führen.

Fortbildung 2016

Unsere diesjährige Weiterbildungsveranstaltung fand am 12.11.16 im Bildungszentrum Erkner statt.

In Anlehnung an das Seminar der Weiterbildung 2015 „Gesprächsführung in Ausnahmesituationen“ referierte Frau Martin Chladeck, Wirtschaftspsychologin, nun zum Thema „Moderation im Schlichtungsverfahren“.

Die Schiedsperson als Moderator sollte mit ihrer Gesprächslenkung eine zielgerichtete Problemlösung ermöglichen, die in eine Schlichtungsvereinbarung mündet. Dabei wird die Schiedsperson mit unterschiedlichen Persönlichkeitsstilen der Antragssteller und -gegner konfrontiert. Es gilt, diese Persönlichkeitsstile zu erkennen und sachgemäß darauf zu reagieren. Das Gespräch ist so zu entwickeln, dass die Kontrahenten zu einer sinnvollen Kommunikation finden. Wenn der Moderator das Problem zwischen den beiden versteht, versucht er, ihnen ihr Verhalten bewusst zu machen, ohne moralische Appelle auszusprechen, so dass die Konflikte bearbeitet werden können.

Die Moderation hat also das Ziel, Gedanken sichtbar zu machen und festzuhalten. Dabei sollten alle Gesprächspartner einbezogen werden, die Kommunikation wird verbessert, Entscheidungen werden herausgefordert und nachvollziehbar gemacht.

Das Bewusstmachen und Erklären der Zusammenhänge von Persönlichkeit und Gesprächsführung erlaubt uns allen ein besseres und vielleicht auch einfacheres Handeln in unseren Schlichtungen.

Fortbildung 2015

Unsere diesjährige Weiterbildungsveranstaltung fand am 26.09.15 im Bildungszentrum Erkner statt.

Das Seminar zum Thema "Gesprächsführung in Ausnahmesituationen" mit der Referentin Martina Chladek, Arbeitspsychologin aus Potsdam, war sehr facettenreich und wirkungsvoll. Frau Chladek hat in einer gelungenen Präsentation auch ganz gezielt die Kommunikation angeregt, die uns Schiedspersonen immer wieder zu Diskussionen anspornte. Wir waren uns alle einig, eine Fortsetzung des Seminars zu planen.

Das Bildungszentrum Erkner hat als Tagungsstätte überzeugt. Sowohl Organisation, Technik und Raumausstattung als auch die Gastronomie sind unseren Ansprüchen gerecht geworden.

Vorerst haben sich die anwesenden Mitglieder für nur eine Weiterbildungsveranstaltung der BzVgg FFO pro Jahr ausgesprochen.

 

Das Fortbildungsangebot des Bundesverbandes finden Sie unter:

www.schiedsamt.de/ausbildung.html